Weltreise mit Baby

Fliegen mit Baby

Das erste Mal fliegen mit Baby

geschrieben am: 09.Juli 2016

Die große, doppelstöckige Boing 747 rollt langsam über den Zubringer zur Startbahn. Nachdem noch zwei andere Flugzeuge vor uns zuerst beschleunigt und dann im steilen Winkel Richtung Wolken abgehoben haben, heulen auch unsere Turbinen auf. Den Knirps juckt das alles nicht. Sina hat ihn kurz vor dem Start angelegt, da mit dem Schlucken auch der Druck auf den Ohren verschwindet. Alleine bekommen das manche Babies in dem Alter noch nicht hin. So hängt der Kleine zufrieden nuckelnd an der Brust, während wir unseren ersten Flug mit ihm starten.

Vorzugsbehandlung beim Fliegen mit Baby

Das Fliegen mit Baby bringt auch einige Annehmlichkeiten mit sich. Nachdem wir schon ohne Wartezeit am Family Check-In unsere Boardingpässe erhalten haben, winkt uns auch der Ordner am Sicherheitscheck direkt nach vorne durch. Der Knirps bedankt sich mit einem strahlenden Lächeln, so einfach macht man sich Freunde.

Selbstverständlich müssen wir auch beim Einsteigen in das Flugzeug nicht warten, sondern dürfen als allererste die Fluggastbrücke durchqueren und dann auf unseren Sitzen Platz nehmen. Wir scheinen in der Kinderecke des Fliegers gelandet zu sein, links neben uns sitzt eine indische Familie mit zwei, dahinter eine kanadische Familie mit ebenfalls zwei Kindern. Auf der anderen Seite des Flugzeuges ist ebenfalls Kinderlachen zu hören.

Missverstandene Geschenke

Wir hatten uns schon ein wenig Sorgen gemacht, dass der Knirps während des Fluges weinen und dadurch die anderen Fluggäste vom Schlafen abhalten würde. Verhindern kann man so etwas letztendlich sicherlich nicht aber man kann ja im Vorfeld vielleicht für etwas bessere Laune sorgen. Deswegen hatten wir kleine Päckchen für unsere Sitznachbarn um uns herum gepackt. Schokolade, Oropax und eine kleine Nachricht vom Knirps sorgten für lächelnde Gesichter rundherum!

Nachdem die Oma der indischen Familie später die Schokolade gegessen hatte (sie war bereits komplett geschmolzen, da sie sie die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte…), machte sie sich daran, die Oropax auszupacken. Leider waren die Ohrstöpsel so fest eingeschweißt, dass es zu einer wahren Herausforderung wurde, die Verpackung zu öffnen. Zusammen mit der Tochter wurde die Aufgabe dann schließlich mit vereinten Kräften und Einsatz der Zähne gelöst. Oma packt die Oropax aus, rollt sie ein wenig zusammen und steckt sie dann zielgerichtet – in den Mund! Wir sind fast auf unseren Sitzen zusammengebrochen als wir sahen, wie sie langsam kauend merkte, dass die Deutschen ganz schön komische Bonbons verteilt hatten. Anscheinend waren ihr bisher noch keine Oropax begegnet und sie kannte den eigentlichen Sinn nicht.

Fluzeugschokolade

Vorsicht wenn nur ein Elternteil mit Kind fliegt

Am Frankfurter Flughafen wurde Sina bei der Passkontrolle vom Polizisten gefragt, ob sie alleine mit dem Baby reise. Nein, der Vater ist am Schalter nebenan – aber warum die Frage?

Der Polizist erklärt, dass es in unserem Fall auch so keine Schwierigkeiten gegeben hätte, da unser Sohn den gleichen Nachnamen hat wie wir beide. Wenn allerdings ein Elternteil alleine mit Kind reist und die beiden dann unterschiedliche Nachnamen haben, würde man nach einer Kopie der Geburtsurkunde oder aber nach einer Vollmacht des anderen Elternteils fragen. Dadurch soll Fällen von Kindesentführung vorgebeugt werden.

Babybettchen im Flugzeug

Nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht haben kommt die Stewardess mit einem Babybett um die Ecke, welches in die Halterungen vor uns eingehängt wird. Dieses angenehme Add-On hatten wir bereits zusammen mit dem Flug gebucht und würden es auch immer wieder tun. Es ist einfach praktisch, wenn der Kleine nicht den ganzen Flug über auf unserem Schoss sitzen oder liegen muss, sondern ganz entspannt im Bettchen schlafen kann. Das allgegenwärtige Dröhnen der Turbinen und das leichte Schaukeln trugen auch dazu bei, dass der Knirps ruhig vor sich hinschlummerte.

Babybett im Flugzeug

Fazit: Zu viele Sorgen gemacht

Knapp zehn Stunden später setzt die Maschine butterweich auf dem Flughafen von Vancouver auf. Der Kleine hat ein gutes Drittel der Zeit verschlafen. Den Rest der Zeit hat er entweder getrunken, mit den Stewardessen geflirtet und sich von uns beschäftigen lassen.

Die größte Herausforderung war letztendlich unser Essen. Es gestaltet sich recht schwierig, wenn zu dem eh schon sehr knapp bemessenen Platz für die Tabletts noch ein Baby auf dem Schoss dazu kommt. Bei uns resultierte das in einem vollen Kaffeebecher, der mit Schwung auf meiner Hose landete und mich ein wenig zum Tanzen brachte (ja, der Kaffee im Flugzeug kann auch heiß sein!). Für den Rest des Fluges verstreute ich dann ein angenehmes Arabica-Aroma…

Alles in allem war das erste Mal fliegen mit Baby also viel entspannter als vorher gedacht. Der Knirps hatte keine Probleme mit dem Druckausgleich und war auch sonst komplett durchentspannt. Können wir wieder machen!

Kaffee auf der Hose

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5 Kommentare

  1. Kira sagt:

    Hi Christian,
    es ist so schön Deine Beiträge zu lesen!
    Ich wünsche Euch ganz viel Spaß auf Eurer ersten Etappe der Weltreise!

    Liebe Grüße,
    Kira

    1. Christian sagt:

      Hi Kira, vielen Dank! Hoffe euch dreien geht es auch gut und Du genießt Deine Elternteil :-)

  2. Patrik sagt:

    Hi Christian!

    Schön zu hören bzw zu lesen, dass ihr gut in Kanada angekommen seid!
    Aber schieb das mit dem Kaffee bitte nicht auf deine Familie… ich erinner mich noch zu gut an deine Krawatten in Eugen’s 3-Sterne Lokal… da war von deiner Familie auch niemand anwesend… ;))

    Liebe Grüße, viel Spaß und eine sichere Weiterreise durch die Welt!

    Patrik

    1. Christian sagt:

      Mist, ertappt! Hätte ich mir ja denken können, dass da von Dir so ein Kommentar kommt :-)). Allerdings waren das ja nur die Krawatten, die das ganze Essen magisch angezogen haben – und die brauche ich ja jetzt nicht mehr!!

  3. Marius sagt:

    Der Opa. Weltklasse :-)

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