Weltreise mit Baby

Banks Peninsula

Die totale Stille auf der Banks Peninsula

geschrieben am: 10.März 2017

Erinnerst Du Dich an Augenblicke mit totaler Stille? Auch in Neuseeland habe ich solche Momente bisher ganz selten erlebt. Irgendetwas hört man doch normalerweise immer. Autos oder Flugzeuge, auch wenn sie noch so weit entfernt sind. Stimmen, Vogelgezwitscher, Handygeräusche oder ganz einfach Wind, der durch das Gras weht und Halme sacht aneinander schlagen lässt.

Es ist halb acht morgens. Vor etwa anderthalb Stunden hatte der Knirps durch kräftige Kniffe in Sinas und meine Nase mehr als deutlich gemacht, dass für ihn die Nacht nun vorbei war. Die perfekte Zeit also, um sich den Nachwuchs umzuschnallen und los zu laufen. Immer bergauf. Jetzt stehe ich – den Knirps vor dem Bauch – in etwa 700m Höhe inmitten von goldgelben Gräsern und blicke auf den Meeresarm Akaroa Harbour in der Banks Peninsula. Die Sonne ist gerade aufgegangen und es sieht so aus, als ob über der hügeligen Landschaft ganz langsam ein Vorhang aufgezogen wird, der alles in ein warmes Licht taucht. Der Knirps ist mittlerweile wieder eingeschlafen und träumt selig in seinem Tragesystem. Man hört nichts. Gar nichts. Noch nicht mal ein Grillenzirpen, das ansonsten typisch für diese Gegend ist. Dafür gibt es einen grandiosen Ausblick über die türkisblaue Wasserfläche hinweg auf die gegenüberliegenden rund geformten Hügel. Der fortschreitende Sommer lässt das satte Grün der Pflanzen langsam in ein goldiges Gelb übergehen. Plötzlich durchbricht ein kräftiges „Mähhh“ die fast unnormale Stille. Hinter der nächsten Kurve grasen ein paar Schafe, die wahrscheinlich einen der besten Ausblicke haben, den man als Schaf überhaupt haben kann…

Glückliche Schafe...

Glückliche Schafe…

Ferien auf dem Bauernhof…

Eine Stunde von Christchurch entfernt liegt die Banks Peninsula. Trotz der kurzen Entfernung fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Das Farmland mit vielen Gräsern verleiht der Landschaft im Sonnenlicht einen unheimlich warmen Charakter.
Seit zwei Tagen haben wir unser Lager im Onuku Farm Stay aufgeschlagen, einem alten landwirtschaftlichen Betrieb auf über 4 Quadratkilometern Land. Unser Bulli steht auf einer großen Wiese, die gerne von Hühner und Schafen besucht wird. Dem Knirps gefällt das natürlich sehr. Immer wieder versucht er krabbelnder Weise ein Huhn zu erwischen. Uns passen Tiere in der Nähe auch immer gut – so ist der Kleine beim Essen abgelenkt und lässt sich einfacher füttern!

Wo ist das Schaf?

Wo ist das Schaf?

Aus dem Bulli ins Zelt

Neben unserem Bulli steht neuerdings ein Zelt. Das haben wir frisch in Christchurch erstanden und schlafen darin gerade die ersten Nächte. Die Neuseeländer lieben Camping. Das wissen natürlich auch die Zelthersteller und machen einem die Auswahl nicht leicht. Vom kleinen, ultraleichten Ein-Mann-Zelt für die Wanderer bis hin zu meinem Lieblingsmodell „Mothership“ mit drei abgetrennten Schlafräumen und einem großen Aufenthaltsbereich ist auf den Campingplätzen alles zu finden. Wir haben nun immerhin zwei Räume in unserem Zelt. Einen Schlaf- und einen Aufenthaltsbereich. Das gibt uns etwas mehr Flexibilität bei schlechtem Wetter wenn drinnen gespielt und gegessen werden muss.

Unsere neue Errungenschaft: Das Torpedo 7 Air Series - tatsächlich zum Aufpumpen!

Unsere neue Errungenschaft: Das Torpedo 7 Air Series – tatsächlich zum Aufpumpen!

Der Grund für diese Neuanschaffung: Wir bekommen Besuch! Sinas Mama wird die lange Reise von Frankfurt aus nach Christchurch antreten um ein paar Wochen mit uns zusammen zu reisen. Der Bulli bietet noch genügend Sitzplätze für eine Person mehr. Allerdings wäre es dann mit den Schlafplätzen doch etwas eng geworden… Somit werden Sina, der Knirps und ich für die nächste Zeit im Zelt übernachten und die Oma bekommt den Bulli. Danach sind wir auf jeden Fall Zelt-Auf-und-Abbaumeister.

Noch ein paar Eindrücke der letzten Wochen:

Picknick am Arthurs Pass

Picknick am Arthurs Pass


Immer am Meer entlang...

Immer am Meer entlang…


Viele neue Eindrücke müssen verarbeitet werden...

Viele neue Eindrücke müssen verarbeitet werden…


Felsige Westküste

Felsige Westküste


Mal wieder ein schöner Sonnenuntergang...

Mal wieder ein schöner Sonnenuntergang…

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8 Kommentare

  1. Katharina sagt:

    Hahaha, das aufblasbare Zelt finde ich den Hammer. Herrscht da drin dann Überdruck oder wie funktioniert das? Schleusensystem? Hahahaha.
    Oder einfach Luft statt Stangen? Scheint ja eine echte Konkurrenz zu Wurfzelten zu sein.

    Großartig, dass die Omi mit reist :-)

    1. Christian sagt:

      Haha, Überdruck ist gut!! Deswegen schlafen wir alle auch neuerdings so gut :-))
      Anstatt Stangen sind Luftkanäle in der Zeltwand eingelassen. Die pumpt man dann ganz einfach mit einer Fußpumpe auf. Klappt erstaunlich gut!

  2. Katharina sagt:

    Wie wäre es eigentlich mal mit einer Bildergalerie? Mehr tolle Bilder bitte!!!

    1. Christian sagt:

      Oh je, wunder Punkt. Ich bin so faul!! :-)
      Ich werde mir Mühe geben und mehr Fotos in die Berichte packen, ok?

  3. Anja Jaeger sagt:

    so schön … weiterhin gute REise ihr seht sehr entspannt aus ;-)

    1. Christian sagt:

      Auf jeden Fall viel entspannter als noch vor einem guten Jahr! :-))

  4. Till Miri Nora sagt:

    Hey ihr Drei! Danke für das Update! Und noch immer Traumhafte Landschaften, klasse! Weiterhin viel Spass!!

    1. Christian sagt:

      Danke ihr Lieben! Es echt schon ganz nett hier… :-) Man versteht so langsam warum Menschen hierhin auswandern wollen. (keine Sorge, uns werdet ihr so schnell nicht los)

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