Weltreise mit Baby

Abel Tasman Nationalpark

Goldene Strände im Abel Tasman Nationalpark

geschrieben am: 19.Februar 2017

Der Knirps ist stolz wie Bolle. Er hat gerade zum ersten Mal selber einen Apfel angebissen. Ganz allein. Vorher ging der Mund nie weit genug auf, dass sich die kleinen Schneidezähne durch die glatte Schale in das Fruchtfleisch bohren konnten. Jetzt sitzt er zufrieden kauend im warmen Sand und begutachtet sein Meisterwerk. Im Hintergrund rollen die Wellen auf den goldenen Strand, an dem wir gerade unser Mittagspicknick machen. Mitten im Abel Tasman Nationalpark.

Etappenweise durch den Abel Tasman Nationalpark

Vor einigen Tagen haben wir unseren roten Bulli auf die Fähre gefahren und sind nach knapp dreieinhalb Stunden Fahrzeit auf der Südinsel Neuseelands angekommen. Alles sei hier ein wenig rauer haben wir gehört. Die Landschaft, aber auch das Wetter. Letzteres zeigt sich am ersten Tag im National Park auch direkt mal von seiner schlechten Seite. Auf dem großem DOC Campingplatz in Totaranui, welcher trotz seiner 269 Stellplätze erstaunlich gemütlich daher kommt, regnet es in Strömen. Uns macht das nicht so viel aus, einen Tag kann man auch zusammen mit dem Knirps gut im Auto verbringen. Bücher lesen, Bauklötze stapeln und umhauen, Gitarre spielen, aus dem Fenster gucken, essen, schlafen. Irgendwie gehen solche Tage doch immer schneller rum als man denkt.

Am nächsten Morgen ist uns der Wettergott glücklicherweise besser gesonnen. Der Knirps wird vor den Bauch geschnallt und dann geht es los. Quer durch den Abel Tasman Nationalpark zieht sich ein 60 Kilometer langer Wanderweg, der in fünf Etappen unterteilt ist. Uns reichen zwei Etappen, die wir in zwei Tagen erwandern. Es ist ein angenehmes Laufen, da ein Großteil der Strecke durch schattigen Wald führt. Trotzdem geben Baumlücken immer wieder den Ausblick auf ein leuchtend blaues Meer frei. In regelmäßigen Abständen führt der Weg durch kleine Buchten über goldgelben Sandstrand. Selbst die Strände sind dank schattiger Abschnitte kinderfreundlich und somit ein ideales Plätzchen fürs Picknick. Mit Apfel versteht sich.

Mein Freund der Apfel...

Mein Freund der Apfel…

Immer wieder tolle Ausblicke

Immer wieder tolle Ausblicke

Sandflies – die Plage der Maori Götter

In Neuseeland gibt es keine giftigen Tiere. Man braucht sich nicht vor Schlangen, Spinnen oder Skorpionen zu fürchten, was auch von Vorteil ist bei den vielen barfuß laufenden Menschen hier. Ein Tierchen, auf das trotzdem alle gerne verzichten würden ist die winzige Sandfly (Sandfliege). Ähnlich wie Mücken sind diese Mini-Insekten auf unser Blut aus. Im ganzen Land, speziell aber an der Westküste der Südinsel fallen diese kleinen Quälgeister an wolkigen Tagen oder bei Dämmerung gerne auch mal in kleinen Schwärmen über einen her.

So klein und doch so nervig - Sandflies in Neuseeland

So klein und doch so nervig – Sandflies in Neuseeland

Einer alten Maori Sage nach war der Gott Tu-te-raki-whanoa gerade dabei die Gegend „Fjordland“ fertig zu stellen. Allerdings war die Landschaft so schön geworden, dass seine Arbeiter sich lieber umschauten als zu arbeiten. Das machte wiederum seine Frau, die Göttin Hinenuitepo so wütend, dass sie Sandflies erschuf damit diese die Arbeiter bissen und wieder in Bewegung zu brachten (denn wenn man sich bewegt finden die kleinen Tierchen keinen Halt…).

Auch wir sind von diesen nervigen Fliegetieren nicht verschont geblieben. Irgendwann arrangiert man sich allerdings einfach mit ihrer Anwesenheit und dem ständigen Juckreiz. Ein wenig gegen die Bisse vorbeugen kann man durch lange Kleidung und entsprechende Repellents. Die meisten sind allerdings mit Chemie vollgestopft, so dass man sich nicht wirklich jeden Tag damit einreiben möchte. Aus der Reihe der natürlichen Mittel benutzen wir: „Goodby Sandly“ (ja, es heißt tatsächlich so!), welches auch recht gut funktioniert. Man kann es in jeder Apotheke oder auch teilweise im Supermarkt kaufen. So können wir wenigstens den Knirps, der schon wegen der Sonne hauptsächlich lange Kleidung trägt, weitestgehend vor juckenden Flecken beschützten.

Noch ein paar Eindrücke der letzten Wochen:

Mist, eine Wolke!

Mist, eine Wolke!

Überquerung eines Inlets bei Ebbe

Überquerung eines Inlets bei Ebbe

Viel zu entdecken an den Stränden im Nationalpark

Viel zu entdecken an den Stränden im Nationalpark

Welcome to the jungle!

Welcome to the jungle!

Spielen auf dem Campground

Spielen auf dem Campground

Goldene Strände im Abel Tasman Nationalpark

Goldene Strände im Abel Tasman Nationalpark

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4 Kommentare

  1. Susi sagt:

    Yeah, erster Apfel!!! Wie laeufts eigentlich mit den ersten Schritten ohne Halt? Lg susi

    1. Christian sagt:

      Bisher nur an der Hand. Da muss er noch ein paar Äpfel essen :-)

  2. Peter Wirth sagt:

    Hi Christian, glücklich und zufrieden seht ihr aus! Weiter so! Grüße aus dem Hamsterrad ;) Peter

    1. Christian sagt:

      HI Peter! Jo, hast Recht. Beschweren können wir uns nicht wirklich :-) Ist wirklich ne bombige Zeit, trotz total anderem Reiseverhalten als früher (ohne Kind)!

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