Weltreise mit Baby

Möbel und Kram lagern während der Reise

geschrieben am: 29.März 2016

„Wo lagert ihr eigentlich euren ganzen Kram während ihr unterwegs seid?“, fragte uns vor ein paar Monaten eine Freundin. Diese Frage hatten wir uns kurz vorher auch schon gestellt aber noch keine endgültige Antwort gefunden.

Die Reaktion unserer Eltern auf den Vorschlag, für ein Jahr deren Keller mit unseren Möbeln und einem Haufen Umzugskartons zu belagern war jetzt nicht gerade die allerfreudigste gewesen. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, die Sachen größtenteils in der Wohnung zu lassen und einen Untermieter zu suchen. Das würde uns dann auch die Wohnungssuche nach unserer Rückkehr ersparen (wir sind heilfroh, dass wir uns bisher dagegen entschieden haben, eine Immobilie zu kaufen. Die Kreditraten hätten uns einen kompletten Strich durch unsere Reisekostenrechnung gemacht…)

Da unser schöner Unterschlupf allerdings genau ein Zimmer zu wenig hat, damit der Knirps später nicht immer bei uns Schlafzimmer übernachten und im Wohnzimmer spielen muss, steht eh ein Wohnungswechsel an. Außerdem war mir auch nicht wohl bei der Sache, unseren kompletten Hausstand einem Fremden für einen so langen Zeitraum zu überlassen.

 

Der große Preisvergleich – wo lagert man am günstigsten?

Wohin also mit unseren ganzen Möbeln und Sachen während wir unterwegs sind? Auch wenn nun natürlich der beste Moment ist, um einmal ordentlich auszumisten und sich von allem Kram, Klamotten, Büchern, Kerzenhaltern und Tupperdosen frei zu machen, die man sowieso schon seit Jahren nicht mehr angerührt hat – einiges bleibt natürlich schon noch über und muss irgendwo gelagert werden während wir mit zwei Rucksäcken durch die Welt tingeln.

Hier in Köln gibt es wie in vielen anderen Städten auch mehrere Anbieter, die Lagerplatz zur Verfügung stellen. Wenn man hier die ersten Anfragen starten möchte kommt man ganz schnell zu der Frage: Wie viel Lagerplatz brauche ich eigentlich? Die Seite von Shurgard bietet dafür einen tollen Lagerraum-Rechner, damit bekommt man schnell einen ersten Eindruck ob man eher fünf oder doch fünfzig Quadratmeter benötigt. In der Regel braucht man viel weniger Lagerplatz als erwartet. Wir brauchen Platz für eine Couch, ein Bett, einen Garderobenschrank und ein Regal. Dazu kommen noch ca. 50 Umzugskartons. Laut dem Rechner kommen wir dafür mit einem acht Quadratmeter großen Raum hin.

Ich habe daraufhin einfach mal alle Firmen in Köln und Umgebung angefragt, die mir auf der Suche nach Unterstellmöglichkeit über den Google Bildschirm gelaufen sind. Überrascht war ich von den hohen Preisen, die durch die Bank verlangt werden. Hier einige Beispiele:

Platzschaffen.de war der freundlichste Anbieter von allen. Kaum hatte ich bei dem Anfrageformular auf „Senden“ geklickt, da klingelte auch schon mein Telefon. Eine nette Dame fragte noch einmal nach, wie viel Platz ich denn genau bräuchte, da momentan mehrere Räume in der Größenordnung vorhanden wären. 15 Minuten später landete dann auch schon das Angebot in meinem Postfach. 165,-€ pro Monat für einen 7qm Raum. 10% Rabatt, wenn man mindestens 12 Monate mietet. Wie bitte??!? Da kann man noch so freundlich sein. Raus.

Lagerbox gibt es auch in jeder größeren Stadt. Das Angebot war ebenfalls schnell da aber noch unverschämter. Monatlicher Standardpreis für 8qm: 202,95€. Wenn man 12 Monate mietet gibt es noch einen Rabatt, so dass zum Schluss noch 169,13€ übrig bleiben. Dafür muss man noch sein eigenes Vorhängeschloss mitbringen…

Lagerraum 365 ist da schon etwas moderater und verlangt „nur“ 125,- € pro Monat für 8qm. Ab einem Jahr Mietdauer werden noch mal 20% abgezogen. Toll fand ich das Angebot, dass es ab 3 Monaten Mietdauer einen Transporter für einen Tag gratis dazu gibt!

Auf der Internetseite von Shurgard gibt es zwar den bereits erwähnten schönen Lagerplatzrechner, einen Raum würde dort aber nicht mieten. 140,-€ pro Monat für 7,5m².

Im Umland von Köln gibt es noch das Konzept „Blaue Boxen„, hier kann man einzelne Container mieten, die dann in einer Halle gelagert werden. Die Container werden bei Bedarf auch an die Haustür geliefert, so dass man sie bequem zu Hause beladen kann. Anschließend werden sie dann wieder abgeholt und eingelagert. 6qm (2 blaue Boxen) kosten 87,06€ pro Monat. Drei blaue Boxen, also 9qm, kosten 130,59€ pro Monat.

Neben ein paar Umzugsunternehmen, die ebenfalls Lagerplatz anbieten, mir aber auch zu teuer waren, gab es noch einen Anbieter, auf den ich über ebay Kleinanzeigen gestoßen bin. Ein netter Kerl, der gerade einen alten Supermarkt in Köln Porz-Wahn zu Lagerräumen umbaut. Er hat mir einen 10qm Raum für 80,-€ im Monat angeboten. Alles trocken und warm, so dass auch die Schulsachen von Sina dort ohne Probleme ein Jahr überlebt hätten. Kontakt kann ich bei Bedarf gerne herstellen.

Wir haben nämlich dann zu guter Letzt doch noch einmal mit unseren Eltern verhandelt. Ursprünglich wollten wir uns die Fahrerei sparen und auch nicht ganze Kellerräume monatelang blockieren. Allerdings hatten uns die Preise dann doch noch einmal zum Umdenken angeregt.  Wir werden nun unser Hab und Gut aufteilen und die Sachen zum Teil bei meinen Eltern als auch bei Sinas Eltern unterstellen.

Somit ist damit auch der nächste Punkt auf der Vorbereitungsliste abgehakt – Unterstellmöglichkeit: Check!

 

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