Weltreise mit Baby

Internationaler Führerschein

Wir bekommen einen internationalen Führerschein – die Rückkehr des grauen Lappens

geschrieben am: 18.Juni 2016

Wer vor hat, sich während der Weltreise in anderen Ländern ein eigenes Wohnmobil oder Auto zu kaufen, der tut gut daran, sich einen internationalen Führerschein anzuschaffen. Soweit ich bis jetzt gelesen habe, ist es zumindest in den USA und Neuseeland unumgänglich. Eine andere Alternative ist wohl noch eine beglaubigte Übersetzung des deutschen Führerscheins aber da wollten wir uns nicht drauf verlassen.
 
Der internationale Führerschein ist ein zusätzliches Dokument zum normalen Führerschein und auch nur damit zusammen gültig. In der EU wird der zusätzliche Führerschein nicht benötigt, die Polizei ist hier auch nicht berechtigt, eine Übersetzung des Führerscheins zu verlangen. Für die osteuropäischen Länder Albanien, Moldawien, Russland, Ukraine und Weißrussland empfiehlt der ADAC einen internationalen Führerschein zur besseren Verständigung mit den Behörden dabei zu haben.
In den USA ist stark vom Bundesstaat abhängig, ob man einen internationalen Führerschein braucht oder nicht. Während die Autovermieter meist recht tolerant sind, wird es bei Polizeikontrollen wohl generell schon schwieriger wenn man keine englischen Dokumente vorzeigen kann. Gleiches gilt auch für Australien und Neuseeland.
 

Mal wieder im Bürgercenter

Wir sind daher mal wieder im Bürgercenter von Köln Nippes. An der Wand zeigt ein großer Flachbildschirm an, dass die Wartezeit momentan zähe 2,5 Stunden beträgt. In dem Warteraum befinden sich ungefähr 60 Menschen, die teils sitzend, teils stehend, viele auf ihr Handy starrend, einige aber auch nur vor sich hin sinnierend darauf warten, dass ihre Wartenummer auf dem Bildschirm angezeigt wird. Dann darf man endlich einen Raum weiter zu den Sachbearbeitern. Aber dieser Zeitpunkt scheint für viele noch weit weg zu sein. Im gleichen Raum befindet sich eine große Theke, an der man sich zu Beginn anmelden und eine Wartemarke ziehen muss. Bei einer der Empfangsdamen fragt man sich echt, warum sie noch ihren Job hat. Einen unfreundlicheren Menschen habe ich in einem „Servicecenter“ selten gesehen. Die blonde Frau um die 30 mit ihrer eckigen Brille und behangen mit Modeschmuck schafft es in der halben Stunde, die wir in dem Raum sind nicht einmal zu lächeln. Statt dessen begrüßt sie alle Besucher mit einem unfreundlichen „ja?“, um sie dann mit möglichst abweisenden, teilweise respektlosen Antworten auf eine herablassende Art so schnell wie möglich wieder los zu werden.
Glücklicherweise haben wir im Vorfeld online einen Termin vereinbart und müssen uns nicht mit unmotivierten Servicemitarbeitern herumschlagen. Unsere Nummer erscheint kurz nach der vereinbarten Zeit auf dem Bildschirm und wir machen uns auf in den nächsten Raum.
 

Personalausweis, Führerschein und biometrisches Passfoto mitbringen

Wenn man selber schon einen Führerschein im Scheckkartenformat hat (also nicht mehr den rosa Lappen), kann man den internationalen Führerschein sofort mitnehmen. Hat man den neuen Führerschein noch nicht kommt man leider nicht drum herum, diesen gleich auch noch zu bestellen.
 
Mitbringen muss man seinen Personalausweis, seinen Führerschein und ein biometrisches Passfoto. Die Sachbearbeiterin schreibt, faltet, klebt und stempelt was das Zeug hält, lässt uns noch schnell unterschreiben und dann sind wir beide Besitzer eines neuen internationalen Führerscheins, der übrigens 3 Jahre gültig ist und ein wenig aussieht wie Opas alter grauer Lappen. Es wird halt alles irgendwann wieder modern!

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